Allgemein

Speicherung von Energie ist zentrale Herausforderung der Zukunft

Aachen. „Die Speicherung von elektrischer Energie gehört zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und ist eine zwingende Voraussetzung zum Gelingen der Energiewende“, erklärte NRW-Wissenschaftsministerin Schulze als Schirmherrin in ihrem Grußwort zur Eröffnung des 8. Batterietags NRW ( www.battery-power.eu ). Rund 200 Expertinnen und Experten aus dem Energiebereich tagen heute (28.03.) im Eurogress in Aachen.

Die Ministerin betonte weiter: „Seit dem ersten Batterietag 2010 in Münster hat sich die Branche deutlich weiterentwickelt. Gerade im Bereich der Elektromobilität konnten große Fortschritte in der Batterietechnik erzielt werden. Vor einigen Jahren gab es im Segment der Mittelklassefahrzeuge keinen Anbieter, der Elektroautos mit Reichweiten von 300 Kilometern und mehr anbieten konnte. Inzwischen kommen mehr und mehr Elektroautos mit größeren Reichweiten zu bezahlbaren Preisen auf den Markt. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Zu verdanken haben wir das vor allem den entsprechenden Erfolgen in der Batterieforschung. Auch der Anwendungsbereich dezentraler Energiespeicher ist insgesamt dadurch kräftig gewachsen.“

Die Landesregierung habe diese Themen frühzeitig priorisiert und sich stark für den Ausbau der Batterieforschung in NRW engagiert, so Ministerin Schulze. Dazu wurden in den letzten Jahren mit finanzieller Hilfe der Landesregierung besondere Kompetenzen im Bereich der Batterieforschung aufgebaut. Beste Beispiele seien die beiden Batterieforschungszentren an der RWTH Aachen und das MEET (Münster Electrochemical Energy Technology) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dazu kämen auch die Qualitätsarbeit der beteiligten Branchen und die weiteren Forschungseinrichtungen wie das Helmholtz-Institut Münster, das Forschungszentrum Jülich, das Zentrum für Elektrochemie an der Ruhr-Universität Bochum , das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen und das NanoEnergieTechnikZentrum NETZ an der Universität Duisburg-Essen.

„Die Batterietechnik wird bei der Netzintegration von Strom aus Erneuerbaren Energien, wie der Wind- oder Solarenergie, einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Energiewende in Deutschland liefern. Im derzeitigen Fokus steht vor allem die Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für den Einsatz in Elektrofahrzeugen mit besonderem Augenmerk auf der Optimierung von Leistung, Lebensdauer, Sicherheit und Kosten. Der stationäre Speichermarkt profitiert aktuell ungemein von den Preissenkungen, die in den letzten Jahren erreicht worden sind“, sagte Professor Dr. Dirk Uwe Sauer vom Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik der RWTH Aachen als Gastgeber.

Professor Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie GmbH, hielt den zentralen Vortrag „Erneuerbare Energien und Elektromobilität im Kontext des weltweiten Klimaschutzes“. Er führte aus: „Wir brauchen einen stärker ganzheitlichen Blick auf die Energiewende. Dies gilt für die zentralen Handlungsstränge ebenso wie für die definierten Ziele. Die Energiewende darf sich zukünftig nicht nur auf die Ebene der Energiebereitstellung oder Stromerzeugung fokussieren, sondern auch auf die Frage, wie Fortschritte im Bereich der Endenergiesektoren erreicht werden können. Das heißt, wie kann ambitionierter Klimaschutz in den Bereichen Transport, Gebäude und Industrie gelingen. Dazu braucht es ein besseres Verständnis bezüglich der zunehmenden Wechselwirkungen zwischen den Sektoren. Nordrhein-Westfalen ist durch seine Stärke in den für die Energiewende zentralen Branchen, der Automobil- und Zulieferindustrie, der Chemie- und Kunststoffindustrie und dem Maschinenbau sehr gut positioniert, um eine Vorreiterrolle einnehmen zu können und an den wachsenden Weltmärkten partizipieren zu können.“

Um diese Position dauerhaft halten zu können, so Professor Fischedick, sei eine Zusammenarbeit der Energie-, Automobil-, Material- und Werkstoffforschung und zwar über die traditionellen Fachgrenzen hinaus notwendig. Durch die Forschungsschwerpunkte bei den Batterietechnologien in Münster und Aachen werde dafür ein wichtiger Beitrag geleistet.

Neben Forschungsberichten zur Weiterentwicklung von Lithium-Ionen Batterien für den Einsatz in Elektrofahrzeugen steht die Vorstellung von Projekt- und Anwendungsbeispielen für Batteriespeicher im Fokus der diesjährigen Tagung. Der 8. Batterietag NRW ist eine Leistungsschau der im Markt der Batterietechnologie und -anwendung aktiven Firmen und Institutionen aus NRW. Das Haus der Technik (HDT) führt die Veranstaltung gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW und den Clustern EnergieForschung.NRW, EnergieRegion.NRW und NanoMikroWerkstoffe-Photonik.NRW sowie dem Kompetenzzentrum ElektroMobilität NRW durch.

Nach dem 8. Batterietag NRW findet am 29. und 30. März 2017 das internationale Symposium „Kraftwerk Batterie – Advanced Battery Power“ statt. 60 Vorträge und mehr als 200 Poster werden zum Erfolg dieser englischsprachigen Konferenz beitragen. Für beide Tagungen werden zusammen mehr als 650 Teilnehmer erwartet.

Hintergrund: In der Batterietechnik sind in den letzten Jahren bedeutende Erfolge erzielt worden. Während die Energiedichte steigt und für große Reichweiten sorgt, sinken gleichzeitig die Kosten. Inzwischen sind Elektroautos zu bezahlbaren Preisen auf dem Markt. Insgesamt waren laut Kraftfahrtbundesamt Ende 2016 in Deutschland rund 165.000 Hybridfahrzeuge und 34.000 Elektrofahrzeuge zugelassen. Auch wenn die Zahl der Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen noch gering ist, so sind die aktuell verfügbaren und die in den kommenden zwei Jahren angekündigten Fahrzeuge von hoher Qualität und sie haben verlängerte Reichweiten. Die Vorbereitungen der Automobilhersteller für Fertigungen von hohen sechsstelligen Fahrzeugzahlen um 2020 laufen auf Hochtouren. Auch die Ladeinfrastruktur soll – untermauert mit einem Bundesförderprogramm – deutlich ausgebaut werden.


Internet
www.energieregion.nrw.de und www.cef.nrw.de
www.nmwp.nrw.de und www.elektromobilitaet.nrw.de

Presse-Information
Ort und Datum: Düsseldorf, 28. März 2017

Ansprechpartner
Uwe H. Burghardt M. A.
Pressesprecher Innovationen und Netzwerke
Telefon: (02 11) 8 66 42 – 13
Mobil: (01 60) 746 18 55
E-Mail: Burghardt@energieagentur.nrw

Batterietagung am 28.-30. März 2017 im Eurogress Aachen

Von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung – Batterieexperten aus aller Welt treffen sich in Aachen


Top-Redner als Who-is-who der internationalen Batterieforschung / über 650 Teilnehmer erwartet / Schirmherrschaft von NRW-Forschungsministerin Svenja Schulze / wissenschaftliche Posteraustellung mit über 150 Beiträgen

Die Batterietechnologie entwickelt sich rasant – die Kapazitäten wachsen, die Lebensdauer wird erhöht, die Produktionspreise purzeln und jede neue Entwicklung schafft neue, wirtschaftlich attraktive Anwendungsmöglichkeiten.

„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ soll Mark Twain gesagt haben. Im Bereich der Batterieentwicklung hat dieser Satz besondere Bedeutung. Utopien von einer dank universellem Batterieeinsatz emissionsfreien und CO2-neutral wirtschaftenden Welt haben sich als ebenso falsch erwiesen wie skeptische Unkenrufe, die eine massenhafte Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in absehbarer Zeit für unmöglich hielten.

Welche Entwicklungen realistisch auf dem aktuellen Stand der Forschung möglich sind, diskutieren auf der Batterietagung vom 28.-30. März 2016 über 650 internationale Experten aus allen Bereichen der Batterieforschung und –anwendung.

Zahlreiche, weltweit anerkannte Koryphäen wie Jeff Dahn, der an der Dalhousie University (Kanada) in einer Kooperation mit Tesla an der Gigafactory arbeitet, Dr. Michael M. Thackeray von der Argonne National Laboratory (USA), der Erfinder des LMO und High Energy NCM, oder Prof. Jiuchun Jiang von der Beijing Jiaotong University (China) gehören zu den Keynote-Sprechern. Jeff Dahn hat gerade letzte Woche die mit 1 Million Dollar dotierte Gerhard Herzberg Canada Gold Medal gewonnen.

Die Tagungsthemen reichen von der Grundlagenforschung mit neuen Materialien und der Realisierung höherer Energie- und Leistungsdichten, kürzerer Ladezeiten und längerer Lebensdauer über Produktion und Recycling bis Anwendungen im mobilen und stationären Bereich. Insgesamt über 80 Vorträge an drei Tagen und rund 150 wissenschaftliche Poster mit tiefen Einblicken in die aktuellen Projekte aus Forschung, Entwicklung und Praxis schaffen einen intensiven und umfassenden Überblick. Zusätzlich präsentieren rund 25 Firmen und Institutionen ihre Leistungen und Produkte in der begleitenden Messe.

Die vom Essener Haus der Technik organisierte Batterietagung besteht aus dem Batterietag NRW am 28.3.2017 unter der fachlichen Leitung der EnergieAgentur.NRW und den Clustern EnergieForschung.NRW, EnergieRegion.NRW und NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW und ElektroMobilität NRW, sowie der englischsprachigen internationalen Konferenz „Advanced Battery Power – Kraftwerk Batterie“ am 29.-30. März 2017 in Kooperation mit den renommierten Batterieforschungszentren ISEA der RWTH Aachen und MEET der Universität Münster. Die fachliche Leitung übernehmen Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer (ISEA) und Prof. Dr. Martin Winter (MEET) gemeinsam mit einem 30köpfigen wissenschaftlichen Beirat.

Alle Informationen zur Konferenz finden Sie unter www.battery-power.eu


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Ihr Ansprechpartner für diese Pressemeldung:
Dr. Ute Müller
Referentin der Institutsleitung
Telefon +49 241 80 99597
E-Mail umu@isea.rwth-aachen.de

Bessere Batterien sind die Schlüssel zur Elektromobilität. Erst wenn die Reichweite der Fahrzeuge wächst und der Preis fällt, werden sich Elektrofahrzeuge auf breiter Front durchsetzen. Das Potenzial der elektrochemischen Impedanzspektroskopie (EIS) zur Batteriediagnostik hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Das Seminar Impedanzspektroskopie an Batterien am 28.3.2017 in Aachen gibt nach einer Darstellung der theoretischen Grundlagen einen Überblick über die auf dem Markt befindlichen Impedanzmessgeräte. Details der Aufnahme von Spektren, der nachfolgenden Datennachbereitung und –auswertung und schließlich der Implementation der mittels Impedanzspektroskopie erhaltenen Erkenntnisse in Algorithmiken, Sensoriken und Prüfumgebungen werden diskutiert.

Ziel ist der Austausch von Anwendern, Praktikern und Neueinsteigern über die aktuellen Trends bei der Batteriediagnostik mit Impedanzspektroskopie. Dabei sollen insbesondere Vor- und Nachteile gefundener Lösungen z.B. bei der Messtechnik, der Kontaktierung, der Auswertung und der Implementierung in Algorithmiken und Batteriesensoren diskutieren werden. Die internationale Tagung Kraftwerk Batterie findet anschließend am 29.-30.3.2017 in Aachen statt.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. 0201/1803-1, E-Mail: information@hdtessen.de oder im Internet unter www.battery-power.eu/vorseminare/

Unternehmensinformation:
Das Haus der Technik (HDT) versteht sich als Plattform für Wissenstransfer und Weiterbildung auf höchstem Niveau. Mit weit über 80 Jahren Erfahrung als unabhängiges Weiterbildungsinstitut für Fach- und Führungskräfte stellt es sich als eine der führenden deutschlandweiten Plattformen für innovationsbegleitenden Wissens- und Know-how Transfer in Form von fachspezifischen Seminaren, Symposien und Inhouse-Workshops dar.

Der Grundgedanke seiner Gründerväter ist dabei in seiner modernen Variante immer noch präsent: Unternehmen im Wettbewerb durch Dienstleistung rund um den wissensbasierten Arbeitsplatz zu unterstützen. Das HDT verbindet Wissenschaft und Forschung mit der Wirtschaft. Als Partner der RWTH Aachen sowie der Universitäten Bonn, Braunschweig, Duisburg-Essen und Münster pflegt das HDT engen Kontakt zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen und präsentiert sich somit als Forum für Austausch von Wissen und Erfahrung.

Mehr erfahren Sie hier: www.hdt.de

Elektrik/Elektronik in Hybrid- und Elektrofahrzeugen und elektrischen Energiemanagement

Datum
am 17. – 18.05.2017 in Bamberg (Welcome Kongress Hotel)

Das Haus der Technik bringt Entwickler, Anwender und Forscher mit der international etablierten Veranstaltung „EEHE“ (Elektrik/Elektronik in Hybrid- und Elektrofahrzeugen und elektrischen Energiemanagement) zusammen und bietet das Forum für einen technischen Austausch im diesem Fachgebiet. Die Teilnehmer treffen so alle wichtigen Akteure auf einer einzigen Tagung. Aus der großen Anzahl der Einreichungen ist ein ausgesprochen attraktives Programm mit begleitender Postersession und Fahrzeugausstellung entstanden.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen neben Elektrik/Elektronik-Architekturen für elektrifizierte Fahrzeuge aller Ausprägungen, Leistungselektronik, Hochvolt- und Niedervolt-Energiespeicher, Ladetechnik und Bauteile für diese Anwendungen auch Fragestellungen aus Elektromobilität, Marktentwicklung und Regulierungen sowie eine sichere und zuverlässige Stromversorgung im Fahrzeug für hochautomatisiertes oder autonomes Fahren.

Die Tagung eehe richtet sich an Führungskräfte und Experten, die an der Elektrifizierung von Fahrzeugen arbeiten. Eine Pflichtveranstaltung für Hersteller, Zulieferer, Entwicklungspartner sowie Mitarbeiter von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Fachleute, die sich mit Komponenten des Bordnetzes, Systemen, Architekturen und Designtools für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, 12V/24V/48V/HV Stromversorgungen, 48V Komponenten, elektrischem Laden, elektrischem Energiemanagement, Leistungselektronik, Niedervolt-Speichern, Batteriemanagement sowie E/E-Systeme für Nutzfahrzeuge und Off-Road Anwendungen befassen, werden erwartet.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.eehe.de

Vernetzte Fahrzeuge und Fahrerassistenzsysteme

Stand der Technik und zukünftige Anwendungen

Termin
am 03. – 04.04.2017 in München

Leitung
Prof. Dr.-Ing. Ansgar Meroth, Automotive Systems Engineering ASE, Hochschule Heilbronn
Prof. Dr.-Ing. Raoul Daniel Zöllner, Automotive Systems Engineering ASE, Hochschule Heilbronn

Warum Sie diese Veranstaltung besuchen sollten
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik und der Forschung auf dem Gebiet der Fahrassistenz zu geben und insbesondere Führungskräften und Personen aus dem Umfeld Technikkommunikation kompakte und verständliche Informationen über die Konsequenzen der technischen Entwicklung für die künftige Gestaltung von Fahrzeugen zu vermitteln. Es wird nur insoweit auf die Algorithmen eingegangen, als es zur Erklärung der Zusammenhänge notwendig ist. Das Seminar ist also nicht für Spezialisten z.B. auf dem Gebiet der Sensordatenfusion, der Bahnplaung oder der Car-to-X-Kommunikation.

Zum Thema
Vernetzte Fahrzeuge werden künftig in allen Fahrzeugsegmenten angeboten werden, nicht zuletzt wegen der Verpflichtung zur Notruffähigkeit, aber auch weil die nötige Kommunikationsinfrastruktur zumindest in Europa und in den asiatischen und amerikanischen Großstädten flächendeckend zur Verfügung steht und die Fahrzeuge relevante Daten bereitstellen können. Damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, von einer Erweiterung der Informationsinhalte bis zur Verbesserung der Qualität von (teil-)automatisierten Assistenzfunktionen. Die Verwendung von Daten aus dem Fahrzeug und von Daten aus dem Netz im Fahrzeug werfen jedoch noch viele neue Fragen auf. Neben rechtlichen Themen und offenen Fragen des Datenschutzes, sind dies vor allem technische Aspekte der Qualität von Dateninhalten und Diensten. Noch ist offen, in welcher Weise Fahrzeug und Verkehr von den Diensten profitieren können und welche weiteren Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Es wird sich noch zeigen müssen, ob eine Killerapplikation oder die Summe vieler kleiner Vorteile den Ausschlag für den Erfolg der mobilen Dienste geben werden.

Mehr Informationen und Anmeldung

Prof. Peter Birke, Universität Stuttgart

»Sehr gut gelungen ist die Vielfalt der Themen in der Poster-Session.«

Xueijao Sun, Forschungszentrum Jülich

»I saw a lot of different ideas. It helped me a lot for my master-studies.«

Simon Wiemers-Meyer, Wilhelms-Universität Münster

»Die fachliche Ausrichtung ist breit gefächert.«

Thermische Optimierung elektrischer/elektronischer Systeme

in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Wärmemanagement ZFW

Termin
am 21. – 21.09.2016 in Hamburg (RAMADA Hotel City Center)

Leitung
Prof. Dr.-Ing. Andreas Griesinger

Teilnehmerkreis
Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler, Elektronikentwickler und Leiterplattendesigner aus Industrie und Wissenschaft, die ihre Kenntnisse über Wärmeausbreitung im Bereich der Leiterplatten-, Baugruppen- und Gehäuseentwicklung vertiefen möchten.

Inhalt

  1. Physikalische Grundlagen, Wärmetransportmechanismen, Wärmeleitung, Konvektion, Wärmestrahlung, Thermischer Kontaktwiderstand, Wärmedurchgang, Widerstandsmodelle, praktische Beispiele, Vorgehen bei Überschlagsrechnungen
  2. Praktische Möglichkeiten des Wärmemanagements in der Elektronik, Zuverlässigkeitsaspekte, Ausfallrisiken, Heat-Spreading, Interface-Materialien, Leiterplattentechnologien, Lüftertechnologie, Heat Pipe, praktische Beispiele
  3. Thermische Analyse von WärmepfadenThermosimulation, Laser-Flash-Verfahren, 3-Omega-Verfahren, Stationäre Zylindermethode, Charakterisierung von Kühlkörpern, Thermisches Transientenverfahren, Heißdrahtmethode
  4. Innovationen und Trends beim Wäremmanagement elektronischer Systeme: Materialien, Messmethoden, Simulationstechniken

Zum Thema
Die Lebensdauer elektrischer und elektronischer Systeme hängt wesentlich von ihrer thermischen Belastung ab. Die meisten Ausfälle in der Elektrik und Elektronik haben ihre Ursache in der thermischen Überlastung der Bauelemente. Neue Technologien, wie sie zum Beispiel in Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingesetzt werden, stellen eine besondere Herausforderung an das Wärmemanagement dar.

Das Seminar gibt einen Überblick über Möglichkeiten der thermischen Optimierung elektrischer und elektronischer Systeme. Dazu werden innovative Mess- und Berechnungsverfahren für die detaillierte Charakterisierung und Auslegung von Wärmepfaden vorgestellt. Besonderer Wert wird auf die praktische Anwendung mit aktuellen Beispielen gelegt.

Mehr Informationen und Anmeldung

Batterien für Bordnetze, Hybrid- und Elektrofahrzeuge

Lithium-Ionen und andere Systeme (mit Besichtigung des ISEA Batterieprüfzentrums)

Termin
am 27. – 28.09.2016 in Aachen

Leitung
Prof. Dr. rer. nat. Dirk Uwe Sauer
Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (ISEA), RWTH Aachen

Warum Sie diese Veranstaltung besuchen sollten
Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Einblick in den Stand der Technik und die Trends moderner Energiespeicher. Die Referenten geben eine detaillierte Darstellung zu allen wichtigen Batterietechnologien und anwendungsspezifischen Aspekten.

Teilnehmerkreis
Entwickler und Entscheider in Entwicklungs-, Automobil und Zulieferfirmen, sowie Mitarbeiter von Batterieherstellern und F&E-Einrichtungen. Auch wenn der Schwerpunkt im Automobilbereich liegt, wird die Veranstaltung auch für alle anderen Bereiche batteriegestützter Antriebe und Energieversorgungen wertvolle Informationen vermitteln.

Inhalt
Es werden die aktuellen Entwicklungstrends im Bereich der Hybridisierung und Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen und die Anforderungen, die sich daraus an die Batteriespeicher ergeben, beschrieben. Ausführlich werden moderne Bleibatterien und Lithium-Ionen-Batterien sowie Super-Cups mit ihren Eigenschaften, Entwicklungspotenzialen und systemtechnischen Anforderungen diskutiert. In allen Fällen werden die Technologien im Detail betrachtet und dann die systemtechnischen Aspekte der Sicherheit, Modellierung, Diagnostik, thermischen Managements, Batteriemanagementsystem und Batteriepackaging diskutiert.

Zum Thema
Für Hybridfahrzeuge, Elektrofahrzeuge und elektrische Antriebssysteme sind Energiespeicher eine zentrale Komponente in Bezug auf Kosten, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Ein grundlegendes Verhältnis über Batterietechnologien (insbesondere Lihium-Ionen- und Bleibatterien) sowie SuperCaps, Batteriemanagementsysteme und Simulationsmodelle sowie die Auslegung von Batteriesystemen ist die Grundlage für erfolgreiche Produktentwicklungen. Die Anforderungen an Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des elektrischen Bordnetzes von modernen Autos steigen kontinuierlich. Im Gesamtkonzept spielt der Speicher für elektrische Energie die zentrale Rolle.

Mehr Informationen und Anmeldung

Elektrisches Fahren

Antrieb, Batterie und Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren

Termin
am 13.10.2016 in Stuttgart (Hilton Garden Inn)

Leitung
Prof. Dr.-Ing. Nejila Parspour
Institut für Elektrische Energiewandlung (IEW), Universität Stuttgart

Warum Sie diese Veranstaltung besuchen sollten

Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik auf dem Gebiet des elektrischen Fahrens zu geben und die Trends in der Forschung aufzuzeigen.

Die wichtigsten Komponenten zukünftiger Elektrofahrzeuge wie Antriebe, Batterien und Ladeinfrastruktur werden dargestellt. Entwicklungspotenziale und zukünftige Trends, wie zum Beispiel das induktive stationäre und dynamische Laden, werden aufgezeigt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in die Lage versetzt, die wichtigsten Komponenten der Elektromobilität zu verstehen und deren Bedeutung richtig einzuschätzen. Ein Ausblick auf das autonome Fahren rundet das Seminar für Führungskräfte ab.

Teilnehmerkreis

Diese Veranstaltung eignet sich für alle Interessierten, die einen kompakten Überblick über die Themenschwerpunkte der Elektromobilität Antriebsstrang, Ladesysteme, Batteriespeicher sowie autonomes Fahren erhalten wollen. Insbesondere Führungskräfte aus dem interdisziplinären Feld der Elektromobilität (Automobilindustrie, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik, …) werden hier angesprochen.

Inhalt

Elektrische Antriebe
Batterien und Ladeinfrastruktur
Autonomes Fahren

Zum Thema

Elektromobilität in Kombination mit den regenerativen Energiequellen stellt eine vielversprechende Alternative dar, um die wachsende Mobilität von Personen und Gütern ressourcen- und umweltschonend zu gestalten. Die gestellten Ziele der Bundesregierung sowie die neuesten Entwicklungen der Automobilindustrie zeigen den Trend zu einer stetig ansteigenden Anzahl von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auf.

Die aktuellen Reichweiten der verfügbaren Elektrofahrzeuge sowie die Kosten der Batterie verhindern bisher den Durchbruch für das elektrische Fahren. Nischenanwendungen zeigen aber wohin der Weg führt und einige OEMs künden bereits eine Erhöhung der Reichweiten ihrer Elektrofahrzeuge an. Die umfangreiche Forschung im Bereich der Batterien und der Start der Massenfertigung führen zu fallenden Preisen bei den Batteriespeichern. Der Weg zum elektrischen Fahren rückt damit für eine Vielzahl von Fahrzeugnutzern in greifbare Nähe. Wird das Elektrofahrzeug zum Massenprodukt, ändern sich die Märkte radikal und neue Player kommen ins Spiel. Darauf müssen sich die Zulieferer und die Hersteller einstellen. Nie zuvor in der Geschichte des Automobils mussten sich die Entwicklungsingenieure mit so vielen Technologien gleichzeitig auseinandersetzen.Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch, vernetzt und automatisiert.

Mehr Informationen und Anmeldung

„Batterietag NRW 2016“ und 8. internationale Batterietagung „Advanced Battery Power – Kraftwerk Batterie“ vom 25.-27. April 2016 in Münster

Vom 25.-27. April 2016 fand im Messe und Congress Centrum der Halle Münsterland der diesjährige „7. Batterietag NRW“ und die 8. internationale Fachtagung „Advanced Battery Power – Kraftwerk Batterie“ statt. Über 650 Teilnehmer fanden hier eine Plattform für den intensiven Austausch zwischen Forschung, Industrie und Politik über die gesamte Wertschöpfungskette der Batterietechnologie. Die Themen reichten von der Entwicklung neuer Materialien bis zu Praxisprojekten und den wichtigen Fragen nach Lebensdauer und Recycling.

Auch in diesem Jahr fand der Batterietag NRW unter der Schirmherrschaft von Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, statt. Der Batterietag gilt als Leistungsschau der im Markt der Batterietechnologie und -anwendung aktiven Firmen und Institutionen aus Nordrhein-Westfalen.

Die Einladung der international renommierten Batterieforscher Prof. Dr. Martin Winter vom Batterieforschungszentrum MEET an der WWU Münster sowie Prof. Dr. Dirk-Uwe Sauer vom ISEA, Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen mit der Forschungsgruppe Elektrochemische Energiespeichersysteme, in Zusammenarbeit mit dem Haus der Technik e.V. in Essen, fand große Resonanz. Bereits die Posterausstellung mit 200 wissenschaftlichen Postern setzte einen neuen Meilenstein. Auch die Ausstellung war mit 30 Ständen erneut ausgebucht. „Hier treffen wir genau unsere Zielgruppe sowohl für unsere Entwicklungsabteilungen als auch für den Vertrieb“ war von den Ausstellern häufig zu hören.

Das internationale Publikum konnte sich darüber hinaus in knapp 70 Vorträgen über die neuesten Trends und Entwicklungen informieren. Die Tagung, die sich an Wissenschaftler, Entwicklungsingenieure und Anwender in der Industrie aus aller Welt richtet, zeigte erneut die große Bedeutung der Batterietechnik. Durch die Entwicklung der Massenmärkte und die damit verbundenen Preissenkungen etablieren sich moderne Batterien nicht nur in der Elektromobilität, sondern sie erobern auch wichtige Funktionen als stationäre Speicher im Bereich der erneuerbaren Energien.

Am Vortag der Fachtagung „Advanced Battery Power – Kraftwerk Batterie“ fanden gut besuchte Vorseminare zu den Themen „Basiswissen Batterien“, „Berechnung und Auslegung elektrochemischer Energiespeicher“ sowie „Lithium-sulfur batteries: Energy storage of the next generation?“ statt. Diese ermöglichten eine intensive Einarbeitung in das Thema und schufen einen Überblick über den aktuellen Stand der Batterieforschung und der Simulationstechniken.

Im Rahmen der Abendveranstaltung im Foyer des LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster wurden die Preisträger des Posterpreises 2016 bekanntgeben. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Gerhard Joksch freuten sich die Professoren Dirk-Uwe Sauer (ISEA, RWTH Aachen) und Martin Winter (MEET, WWU Münster) mit den Gewinnern. Den ersten Preis (€750,-) erhielt Ralf Wagner vom MEET Batterieforschungszentrum für sein Poster mit dem Titel „Counterintuitive role of magnesium salts as electrolyte additives on the susceptible cathode/electrolyte interface for high voltage lithium-ion batteries“. Der Posterpreis wird alljährlich vom Haus der Technik für die drei besten wissenschaftlichen Poster gestiftet.

Die Konferenz ist für Batterieforscher und Ingenieure und andere Fachleute im Bereich Batterietechnik ein fester Termin im Tagungskalender. Für 2017 sind die Daten bereits festgelegt: vom 28.-30. März 2017 treffen sich die Batterieexperten dann im Eurogress in Aachen.

Fachliche Fragen richten Sie bitte an: Dipl.-Ing. Bernd Hömberg, b.hoemberg@hdt.de, 0201-1803-249
Presseanfragen richten Sie bitte an: Sabine Gebauer MBA, presse@hdt.de, 0201-1803-329